Die 5 Techniken im Vergleich
Jedes dieser Systeme reinigt Wasser auf seine eigene Weise.
- AF I L T E R
- 1.Aktivkohle
- 2.Umkehrosmose
- BC H E M I E
- 3.Ionentauscher
- CL I C H T
- 4.UVC-LICHT
- DP H A S E N W E C H S E L
- 5.Destillation
So funktioniert dieser Bereich:
- 1Tippen Sie auf der Tafel auf ein Wort, zum Beispiel Arsen.
- 2Tippen Sie auf eine der Zeichnungen darunter auf eins der 4 Prinzipien.
Sie sehen dann weiter unten jeweils, wie viel dieses Stoffes von der jeweiligen Reinigungsmethode entfernt wird.
Akarizide
Akarizide
Prinzip A
Filter
Filter
Akarizide
Prinzip B
Ionentauscher
Ionentauscher
Akarizide
Prinzip C
UVC-Licht
UVC-Licht
Akarizide
Prinzip D
Destillation
Destillation
reinigt Akarizide
Aktivkohle~ 60% ReinigungUmkehrosmose~ 90,0% Reinigung
reinigt Akarizide
0% Reinigung
reinigt Akarizide
0% Reinigung
reinigt Akarizide
~ 99,9% Reinigung
- Salze und Metalle
- getauschte Ionen
- organische Stoffe
- Keime
- unschädlich gemacht
01Filter
Jedes Filtersystem basiert auf der Abscheidung durch die Zurückhaltung der Schadstoffe vor dem Sieb. Chemisch modifizierte und unbekannte Verbindungen überwinden diese Kontrollen jedoch sehr leicht und werden nicht aus dem Wasser ausgesiebt.
Eine Destillation arbeitet nach einem fundamental anderen Prinzip als ein Sieb.
Im Verdampfungskolben geht das Wasser bei 100 °C in den gasförmigen Zustand über. Die Wassermoleküle steigen unsichtbar als reiner Dampf in den Kühler auf. Alle Salze, Schwermetalle und die Mehrheit der organischen Stoffe sieden bei 100 Grad nicht. Sie sind für diesen physikalischen Aufstieg schlichtweg »zu schwer« und verbleiben als Rückstand im Verdampfungskolben.
02UVC-Licht
UVC-Licht ist ein Segen, um sämtliche »biologische Keime« zu sterilisieren. Das bedeutet, das UVC-Licht zerstört die DNA dieser Stoffe und macht sie damit unschädlich. Jedoch bleiben die im Wasser gelösten Stoffe von dieser Methode unberührt.
Die Anwendung von UV-Licht beschränkt sich auf die Bekämpfung von »Viren und Bakterien« im Wasser, reduziert aber keine materiellen Rückstände. Salze, Schwermetalle und chemische Verbindungen durchwandern die Lichtbarriere schadlos und verbleiben im Trinkwasser.
Eine Destillation bewältigt »zwei Aufgaben« simultan. Zum einen sterilisiert die siedende Hitze das Wasser und zum anderen trennt der gleichzeitige »molekulare Phasenwechsel« die Wassermoleküle von ihrem Ballast.
03TDS & TOC
Ein geringer TDS-Wert (Total Dissolved Solids) ist kein Beleg für reines Wasser. Das TDS-Messgerät kann lediglich die elektrische Leitfähigkeit des Wassers messen, etwa Mineralien wie Calcium oder Magnesium.
Alle toxischen Rückstände bleiben jedoch völlig »stumm« für das TDS-Gerät. Dazu zählen all jene sehr bedenklichen Stoffe, wie etwa die als Ewigkeitschemikalien bezeichneten PFAS, Hormone, Arzneirückstände usw. Diese Stoffe haben kaum ein Eigengewicht, wirken jedoch bereits im Bereich von Millionstel Gramm je Liter auf unseren Körper. Diese mächtigen Stoffe können nur mit der TOC-Methode (Total Organic Carbon) gemessen werden. Ein solches Gerät kostet jedoch so viel wie ein Einfamilienhaus und erfordert geschultes Fachpersonal.
Der Prozess der Destillation reinigt das Wasser auch von den bedenklichen, für die TDS-Messung »stummen« Schadstoffen. Sie verbleiben im Verdampfungskessel. Das Prinzip der Destillation erübrigt eine TOC-Messung.
04Rückverkeimung
Jedes Filtersystem akkumuliert die zurückgehaltenen Substanzen nur temporär. Bei einer Überschreitung der Kapazitätsgrenze droht die gefürchtete »Umkehrung des Filtereffekts«.
Ein gesättigter Filter gibt die gesammelten Stoffe wieder unkontrolliert an das fliessende Wasser ab, wodurch die Schadstoffkonzentration wieder signifikant ansteigen kann. In der Fachliteratur wird dieses Phänomen als »Rückverkeimung« beschrieben.
Das Verfahren der Destillation eliminiert diese Gefahr vollständig. Eine Destille aus Glas benötigt keinen regelmässigen Service. Sie hat auch nach dem tausendsten Durchgang dieselbe Reinheit wie am ersten Tag. Das Wasser zirkuliert in einem geschlossenen Glaskreislauf und die Hitze reinigt das System im selben Durchgang.
05Wartung
Stagnierendes Wasser in Filtern begünstigt die Ansiedlung von Keimen. Die siedende Hitze einer Glasdestillation eliminiert diese mikrobiologische Gefahr vollständig.
Stehendes Wasser bildet einen idealen Nährboden für Bakterien. Ohne thermische Barrieren breiten sich Organismen in den Ruhephasen ungehindert aus.
Die Weltgesundheitsorganisation verlangt bei der Herstellung von medizinischem Reinwasser eine strikte Kontrolle von allen Arten von Filtern.
Eine Glas-Destillation gleicht einem selbstreinigenden System. Dieselbe Wärmeenergie, die für die Verdampfung sorgt, sterilisiert »gleichzeitig« die gesamte Apparatur. Es ist ein hygienisches Schutzsystem, das völlig ohne Verschleiss auskommt. Der molekulare Phasenwechsel in einer Glasdestille garantiert die identische Reinheit beim ersten wie beim tausendsten Durchgang.
06Referenzklasse
Die Medizin verlässt sich bei lebenswichtigen Prozessen ihrer Arzneien seit jeher auf »den pharmazeutischen Standard«, die Destillation.
Wasser für Injektionszwecke definiert den absoluten Goldstandard an perfekter Reinheit. Die WHO und alle medizinischen Regelwerke fordern für diesen Goldstandard »nur« die Destillation. Eine Anpassung dieser Richtlinien erlaubt seit dem Jahr 2020 auch die Umkehrosmose. Jedoch ist diese Zulassung an strikte Auflagen mit hochentwickelten Filtern gebunden.
Nach wie vor gilt die Destillation weltweit als der Qualitätsmassstab. Alle alternativen Methoden müssen die native Reinheit einer Destille erst durch technische Zusätze erreichen. Das Europäische Arzneibuch verankert diese Kriterien als zwingende Norm auch für die Schweiz.
07Mehrfachreinigung
Jede weitere Reinigung steigert die Reinheit des Wassers kontinuierlich. Das »einzige System«, das diese Mehrfachreinigung leisten kann, ist die Mehrfach-Destillation. Sie bildet den technologischen Höhepunkt aller Reinigungsmethoden.
Herkömmliche Filtersysteme stossen bei einer Wiederholung rasch an ihre Grenzen. Ein nachgeschalteter Filter wiederholt nur die vorherige Barriere. Eine weitere UV-Lampe erzeugt keinen zusätzlichen Effekt. Doch ein mehrstufiger Destillationsprozess verfeinert das Resultat nachweislich und ermöglicht die höchste Form der Wasserreinigung.
Quellen
Gesamtüberblick
| Substanz | Bedenklich Unbedenklich |
Aktivkohle | Ionentauscher | UV-C | Umkehrosmose | Destillation |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Akarizide | ~ 60 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Algentoxine | ~ 60 % | 0 | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Aluminium | 0 | ~ 70 % | 0 | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| Antimon | 0 | ~ 60 % | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Arsen | 0 | ~ 50 % | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Arzneirückstände | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Asbestfasern | ~ 50 % | 0 | 0 | > 94,0 % | ~ 99,9 % | |
| Bakterien | 0 | 0 | ~ 99,9 % | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| Barium | 0 | ~ 80 % | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Blei | ~ 20 % | ~ 90 % | 0 | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| Cadmium | 0 | ~ 80 % | 0 | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| Chlor | ~ 90 % | 0 | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Chrom | 0 | ~ 70 % | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Dioxine | ~ 80 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Fluorid | 0 | ~ 40 % | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Fungizide | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Glyphosat | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| Hormone | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Insektizide | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Kupfer | ~ 20 % | ~ 90 % | 0 | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| Mangan | 0 | ~ 80 % | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Mikroplastik | ~ 30 % | 0 | 0 | > 94,0 % | ~ 99,9 % | |
| Nitrat | 0 | ~ 50 % | 0 | ~ 80,0 % | ~ 99,9 % | |
| Nickel | ~ 20 % | ~ 80 % | 0 | ~ 93,0 % | ~ 99,9 % | |
| PFAS | ~ 40 % | 0 | 0 | ~ 85,0 % | ~ 99,9 % | |
| Pestizide | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Quecksilber | ~ 40 % | ~ 60 % | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| VOCs | ~ 70 % | 0 | 0 | ~ 40,0 % | ~ 90 % | |
| Viren | 0 | 0 | ~ 99,9 % | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Uran | 0 | ~ 70 % | 0 | ~ 90,0 % | ~ 99,9 % | |
| Verschleiss | sehr hoch | sehr hoch | mittel | hoch | keiner | |
| Rückverkeimung | hoch | hoch | gering | hoch | keine | |
| Reinigungsaufwand | hoch | hoch | mittel | hoch | gering | |
| Lautstärke | unhörbar | unhörbar | unhörbar | unhörbar | kaum hörbar | |
| Anschaffungskosten | gering | gering | gering | hoch | hoch | |
| Benutzung | einfach | einfach | gefährlich | einfach | einfach |
- BAFU, PFAS im Grundwasser, Nationale Grundwasserbeobachtung NAQUA
- BLV, Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS)
- Swissmedic, Pharmakopöe
- UBA, Trinkwasserverordnung 2023, Summe PFAS-20
- AGES und BMASGPK, Ionentauscher und Filtermedien zur nicht ortsfesten Wasseraufbereitung, Schwerpunktaktion A-034-24, Wien 2025
- WHO, Guidelines for Drinking-water Quality, 4. Auflage mit Ergänzungen, Genf 2022
